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Hinweis: Nach den aufwendigen und großen Liturgien der Karwoche kommen jetzt wieder etwas einfachere Gottesdienste zu den Sonntagen der Osterzeit.

Es gibt auch von der Diözese über den Familienbund eine Vorlage für Palmsonntag zu Hause unter www.familien.bistum-wuerzburg.de

Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Osterfest, Erfahrungen von Auferstehung und vor allem Gesundheit – ihr Pfarrer Bernhard Albert.


 

Gottesdienst am Oster – Montag 2020

 

Eingangslied:   GL 318 „Christ ist erstanden von der Marter …“

 

Einführung:
Das Fest der Auferstehung ist noch nicht vorüber. In immer neuen Begegnungen wird es für die Jünger zur Gewissheit: Jesus lebt. Sein Tod konnte ihn nicht zum Schweigen bringen. Er steht auf und öffnet den Jüngern die Augen des Herzens.

Sind unsere Augen schon offen? Sehen wir das neue Leben oder sind wir mehr voller Zweifel?

Die Jünger auf dem Weg nach Emmaus gehen den Weg der Verwandlung. Von der Hoffnungslosigkeit und Resignation zur Freude neuen Lebens. Lassen auch wir uns verwandeln in Menschen, die aufstehen gegen alles, was Leben behindert und lähmt.

 

Kyrie – Ruf:
Jesus Christus, dir wollen wir uns öffnen im Herzen: wenn unsere Wege sich verlieren und Dunkel uns bedroht – dann sei du unser Weg . . .

Du bist von den Toten auferstanden und hast einen neuen Weg zum Leben gezeigt. Wenn unsere Worte versagen, dann sei du unser Wort . . .

Du bist gegenwärtig, auch wenn wir dich nicht spüren. Wenn wir das Weite suchen, dann sei du die Weite unseres Lebens . . .

Friedensgruß:
Jesus, du bist durch Tod und Vernichtung gegangen. Du kennst all unsere Tode und holst uns heraus aus allem Tod. Darum vergibst du uns alles Versagen und alle Schuld, damit wir aufstehen zu einem Leben mit dir in Freiheit und Frieden:

 

Der Friede und die Freiheit Jesu sind allezeit mit euch . . .

 

Gloria:   GL 334, 1 – 3 „O Licht der wunderbaren Nacht …“

 

Tagesgebet:
Guter Gott, an diesem Ostertag lass dein Wort in uns lebendig werden, lass uns offen und ehrlich sagen, was uns bewegt und uns wichtig ist. Wir stehen in der größten Krise unseres Daseins – durch einen winzigen Virus. Es bestimmt unser ganzes Leben. Wir sind erinnert an die ägyptischen Plagen, doch du willst keine Plagen für uns. Du willst für uns Leben in Fülle.

Lass uns wie die Jünger auf dem Weg nach Emmaus deine deine Nähe erahnen, die uns belebt, denn wir wollen mit dir gehen. Öffne unsere Ohren, wecke unsere Gedanken und entflamme unsere Herzen, damit wir dein Wort verstehen und mit Leben erfüllen, heute und alle Tage unseres Lebens – Amen.

 

Lesung:       Apg 2, 14.22 – 33 oder 1 Kor 15, 1 – 8.11

Ich erinnere euch, Brüder und Schwestern, an das Evangelium, das ich euch verkündet habe. Ihr habt es angenommen; es ist der Grund, auf dem ihr steht. Durch dieses Evangelium werdet ihr gerettet werden, wenn ihr festhaltet an dem Wort, das ich euch verkündet habe; es sei denn, ihr hättet den Glauben unüberlegt angenommen.

Denn vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben, gemäß der Schrift, und ist begraben worden. Er ist am dritten Tag auferweckt worden, gemäß der Schrift, und erschien dem Kephas, dann den Zwölf.

Danach erschien er mehr als fünfhundert Brüdern und Schwestern zugleich; die meisten von ihnen sind noch am Leben, einige sind entschlafen. Danach erschien er dem Jakobus, dann allen Aposteln. Zuletzt erschien er auch mir, gleichsam der Missgeburt.

 

Antwortgsg.:   GL 783, 1 – 4 „Dein Geist weht, wo er will …“

 

Halleluja:     GL 175, 2 "Halleluja, halleluja, halleluja …“

 

Evangelium:   Lk 24, 13 – 35

Und siehe, am gleichen Tag waren zwei von den Jüngern auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien (ca. 11 – 12 km) von Jerusalem entfernt ist. Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte.

Und es geschah, während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus selbst hinzu und ging mit ihnen. Doch ihre Augen waren gehalten, so dass sie ihn nicht erkannten.

Er fragte sie: „Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet?“ Da blieben sie traurig stehen und der eine von ihnen – er hieß Kleopas – antwortete ihm: „Bist du so fremd in Jerusalem, dass du als Einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist?“ Er fragte sie: „Was denn?“

Sie antworteten ihm: „Das mit Jesus von Nazaret. Er war ein Prophet, mächtig in Tat und Wort vor Gott und dem ganzen Volk. Doch unsere Hohepriester und Führer haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen lassen. Wir aber hatten gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen werde. Und dazu ist heute schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist.

Doch auch einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt. Sie waren in der Frühe beim Grab, fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zurück kamen, erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt: er lebe. Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht.“

Da sagte er zu ihnen: „Ihr Unverständigen, deren Herz zu träge ist, um alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben. Musste nicht der Christus das erleiden und so in seine Herrlichkeit gelangen?“ Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und den allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht.

 

So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wolle er weiter gehen, aber sie drängten ihn und sagten: „Bleibe bei uns, denn es wird Abend, der Tag hat sich schon geneigt!“ Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben.

Und es geschah, als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach es und gab es ihnen. Da wurden ihre Augen aufgetan und sie erkannten ihn; und er entschwand ihren Blicken. Und sie sagten zueinander: „Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriften eröffnete?“

Noch in derselben Stunde brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück und sie fanden die Elf und die mit ihnen versammelt waren. Diese sagten: „Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen.“ Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach.

 

Predigt:
"Es ist zum Davonlaufen!"– so reden wir manchmal. Diesen Stoßseufzer geben wir von uns, wenn die Arbeit uns über den Kopf wächst; wenn uns nur Prügel zwischen die Beine geworfen werden; wenn ein Gespräch auch nach mehreren Anläufen nichts bringt.

"Es ist zum Davonlaufen!" – wenn immer neu Krankheit sich bemerkbar macht oder der Arzt nichts finden kann und einen als Simulanten abtut. "Es ist zum Davonlaufen!" – das Ohnmachtsgefühl gegenüber dem Coronavirus. Wir kennen dieses Gefühl und würden selbst gern manchmal davonlaufen.

"Es ist zum Davonlaufen!" – das war auch das Gefühl der beiden Jünger, die nach all den schmerzlichen und enttäuschenden Ereignissen sich auf den Weg machten, zurück nach Emmaus in ihre alte Heimat. Sie reden nicht vom Davonlaufen, sie tun es. Zu groß die Enttäuschung, zu tief der Schmerz, zu hoffnungslos die Situation.

 

Es ist wie für viele ältere Menschen, die an ihr Zuhause gefesselt sind oder in Heimen eine neue Art von Einsamkeit erleben. „Es ist wie im Gefängnis“ sagte eine Heimbewohnerin. Doch sie fügte auch hinzu, dass sie diese „Corona–Maßnahmen“ verstehen könne. Es kommen neue Ängste auf, z.B. dass die Kinder nun vor den Alten sterben könnten. Auch das eine Sorge von Heimbewohnern. Es ist die Situation der Jünger.

Ihr Meister und Herr, der Hoffnungsträger für ein menschlicheres Leben voller Liebe und Selbstwert, voller Sinn und Selbstverantwortung, ER ist schmählich am Kreuz hingerichtet worden. Der neue Lebenstraum vom „Reich Gottes“, wie es Jesus nannte, scheinbar zerstört. So bleibt ihnen nur das Davonlaufen, doch wohin? Sie kennen nur noch einen Weg: zurück nach Hause.

 

Doch damit sind sie – für sie selbst völlig überraschendgenau auf dem richtigen Weg. Weil es für sie ein bekannter Weg ist, können sie im Gehen über all ihren Schmerz reden. Und sie tun dies in ernsthafter und tiefer Weise, sie arbeiten gemeinsam ihre Trauer auf. Und schon ist Jesus mitten unter ihnen, wenn auch noch unerkannt. Kennen wir das nicht auch? Wie oft erkennen wir im Nachhinein, dass ein Gespräch sehr tief uns berührt und weiter gebracht hat.

Der noch Fremde erweist sich als intelligenter Fragesteller. ER hat keine Antworten, sondern lebt mit ihnen in den Fragen. Fragend führt ER sie in die Tiefe dessen, was da in Jerusalem bis hin zum Kreuz geschah. ER lässt sich alles von ihnen erzählen, auch wenn ER alles bereits bestens kennt. ER hat es ja selbst durchlitten und erlebt. Aber es ist wichtig, sich allen Schmerz von der Seele reden zu können.

 

Die Botschaft der Frauen bleibt den Jüngern noch verschlossen. Denn sie übersteigt ihren Horizont. Noch fehlt ihnen die Erfahrung, dass ein Toter wieder unter ihnen leben könnte. Noch ist Jesus für sie tot. Eines aber wissen sie: Die Frauen haben die Wahrheit gesagt: das Grab ist leer, der Leichnam nicht mehr da, und ER selbst bleibt unsichtbar.

Jesu Erwiderung auf all ihr Erzählen ist kein Vorwurf, sondern ein wichtiger Hinweis: „Ihr Unverständigen, deren Herz zu träge ist, alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben.“ Unverständige sind sie – noch! Aber nicht aus Hartherzigkeit oder Besserwisserei, sondern weil ihr Herz träge ist. Sie schaffen nicht den Sprung über den Abgrund zwischen prophetischer Verheißung und lehramtlicher Rechthaberei.

 

Was den Jüngern fehlt und uns heute meist ebenso, ist die Sicht in Zusammenhängen oder ein systemisches Denken. Wir haben die Propheten fast vergessen und hören zu sehr aufs Lehramt mit seiner selbst gestrickten Autorität. Darauf hatte Jesus von vornherein verzichtet. ER legt sich mit dem Lehramt an und ruft die Propheten in Erinnerung. ER setzt bis zum Tod am Kreuz auf alle prophetische Wahrheit – und erfährt sich darin getragen vom Vater. Solche Zusammenhänge sind es wohl, die Jesus den Jüngern eröffnet.

Und das ist es, was in ihnen das Herz brennen lässt, weil sie spüren: auch alle Irrwege, die wir auf dem Weg der Wahrheit erleiden, alles Scheitern in dieser Welt kann Gott nicht lahm legen. Auf IHN und seine Boten – eben die Propheten – müssen wir vertrauen und unser Leben in des Vaters Hände legen. ER wird uns befreien in ein neues Leben – der Auferstehung.

 

Dafür steht Jesus ein und das haben die Frauen erfahren. Die Jünger müssen sich dieser Erfahrung erst noch stellen. Und was bedeutet das für uns heute? Auch wir müssen uns dieser Erfahrung stellen. Wir haben die Erzählungen der Schrift und aller Propheten. Damit müssen wir uns auseinandersetzen – immer wieder neu. Und dies müssen wir in den Zusammenhang mit unserem Leben bringen.

Wir müssen lernen, vielmehr in Zusammenhängen zu denken. Das zeigt uns ja auch die „Corona–Pandemie“ mit ihren weltweiten Auswirkungen, mit ihren tiefen Wurzeln in unserem oft rücksichtslosen globalen Wirtschaften. Das lehrt uns aller Klimawandel. Wenn wir wahrhaftiges Leben wollen in dieser Welt, dann müssen wir wieder neu mit der Natur leben, ihre Gesetze achten. Schon das wäre Auferstehung in dieser Welt.

 

Doch Jesu Auferstehung greift tiefer. Die Jünger erfahren es beim Mahl mit Jesus. „Herr, bleibe bei uns, denn es wird Abend.“ Es wird Abend – uns bedroht immer neu das Dunkel. Darum brauchen wir diesen Herrn. Die Jünger haben dies richtig gespürt. Wir brauchen jemand, der uns in unseren Fragen begleitet und keine vorschnellen Antworten gibt, die uns nicht wirklich weiter helfen. Jesus lässt sich nicht lange bitten, ER bleibt und hält mit ihnen Mahl.

Da gehen den Jüngern die Augen auf und sehen ihn nicht mehr. Doch sie haben IHN nun erkannt. ER lebt, auch da haben die Frauen die Wahrheit gesagt. Jesus ist der Herr, der mit uns auf dem Weg bleibt und uns in Wahrheit ins Leben führt. Wo wir diese Erfahrung machen dürfen, da brennt auch uns das Herz.Und wie wirkt sich das aus?

 

Sofort brechen sie auf zu den anderen Jünger*innen, um ihre Erfahrung mit ihnen zu teilen. Denn die Botschaft des Lebens der Auferstehung muss weiter gesagt und gelebt werden. Und wie? Indem wir tun, was ER uns aufgetragen hat: ein Leben in Liebe und Gerechtigkeit, in Solidarität und Barmherzigkeit; ein Leben über alle Grenzen hinweg, denn wir sind alle Schwestern und Brüder Jesu.

Und das Wichtigste: Wir alle sollen und dürfen sein Mahl untereinander feiern, mit seinen Worten über Brot und Wein. ER wird gegenwärtig sein und sich mit uns verbinden. Denn ER will in uns bleiben, in Einheit mit uns leben. Werden wir dies neu und notfalls auch gegen alle grundlosen Bedenken wagen? Verbieten lassen sollen wir es uns nicht. So wird Ostern zu einem nachhaltigen Fest für uns werden.

Amen – Halleluja!

 

Credolied:   GL 777, 4.5 "Heil uns, Heil, Halleluja! Im …"

 

Fürbitten:
Herr Jesus Christus, du hast die Jünger auf dem Weg nach Emmaus begleitet und ihnen neue Hoffnung gegeben. Sei auch mit uns auf allen Wegen und befreie uns im Glauben:

 „Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus selbst hinzu und ging mit ihnen.“ Wir beten für alle Alleinstehenden und Einsamen, für alle Trauernden und jene unter uns, denen es an Lebensmut fehlt. Lass sie ein offenes Ohr finden, ein Herz voller Zuneigung. Kehre du selbst in ihre Einsamkeit ein und bleibe mit ihnen auf dem Weg . . .

 „Wir aber hatten gehofft, dass ER es sei, der uns alle erlösen wird.“ Auch wir hoffen im Blick auf Corona, dass wir den Weg aus der Krise finden. Stärke uns auf diesem Weg und segne uns . . .

 „Einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt.“ Segne alle Frauen, die sich in Wort und Tat für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen. Gib ihnen Mut und Kraft, in Konflikten Versöhnung zu erwirken . . .

 „Ihr Unverständigen, deren Herz zu träge ist, um alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben.“ So erleben heute viele Kirche in ihrem Amt. Wecke alle, die ein Amt in der Kirche begleiten, damit dein Geist sie von aller Macht befreie und sie umkehren lasse zum wahren Dienst für viele Menschen . . .

 

„Als ER mit ihnen bei Tisch war, nahm ER das Brot, sprach den Lobpreis, brach es und gab es ihnen.“ Hilf uns allen, die Bedeutung des Sakramentes der Eucharistie, deiner bleibenden Gegenwart und Liebe, immer mehr zu entdecken und lass uns begreifen: Du hast dies alles in unsere Hände gelegt . . .

 „Brannte nicht unser Herz in uns, als ER unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriften eröffnete?“ Herr, bleibe stets in unseren Herzen, damit wir Zeug*innen deiner Auferstehung sein können und dein Wort des Lebens glaubwürdig verkünden . . .

 Für unsere Verstorbenen und alle, um die wir trauern: . . . Wecke sie auf vom Tod und schenke ihnen das Leben in Gemeinschaft mit dir und deinem auferstandenen Sohn . . .

 Guter Gott, wir danken dir für allen Aufstand gegen den Tod. So machst du unser Leben hell und gibst uns Hoffnung. Mit Jesus gehen wir dem Leben bei dir entgegen und beten mit seinen Worten:

 

Vater unser: Vater unser . . .

Denn dein ist das Reich . . .

 

Gabenber.:   GL 331, 1.4.6 "Ist das der Leib, Herr Jesu …"

 

Gabengebet:
Auferstandener Herr, du bleibst unser Wegbegleiter. Brot und Wein sind hier bereitet, wir halten sie dir entgegen und bitten: „Bleibe bei uns, Herr, denn es will Abend werden.“ Erfülle diese Gaben mit deinem Geist und sei darin in unserer Mitte. Brich uns das Brot wie den Emmausjüngern und lass uns eine lebendige Gemeinschaft sein, die mit Dir allem Dunkel trotzen kann, heute und alle Tage unseres Lebens – Amen.

 

Lobpreis:
Guter Gott, an diesem Tisch sind wir versammelt um Jesus, der unsere Mitte ist. Sein Leben war stärker als der Tod. Du hast ihn auferweckt zu neuem Leben, ins Licht in allem Dunkel.

 Du stärkst uns mit seiner Kraft, nährst uns mit seinem Leben spendenden Geist. Rüttle uns wach, denn du hast auch uns zum Leben bestimmt und wirst uns auferwecken aus allem, was uns am Leben hindert und lähmt.

 Du entzündest in uns das Feuer, das läutert und lebendig macht, das Heil im Unheil bringt und Frieden da, wo Gewalt herrscht. Öffne uns eine gute Zukunft und lass uns vertrauen, dass deine Liebe über den Tod hinaus Bestand hat.

 Communio: Lebendiger Gott, wir glauben daran: dein Geist ist auch heute unter uns gegenwärtig. SIE wandelt für uns Brot und Wein, damit sich darin Jesus mit uns neu verbindet als Quelle des Lebens.

 Worte: Bitte nehmen Sie das Brot in die Hand und sprechen, wobei Sie ein Kreuz über das Brot zeichnen:

 Wir nehmen und essen das Brot:Es ist für uns Jesu Leib, + der für uns hingegeben wurde. Wir tun es zu seinem Gedächtnis.

 Communio: Alle essen das gesegnete Brot im Gedenken an Jesus und der Gewissheit all seiner Verbundenheit in Liebe zu uns.

 Worte: Bitte nehmen Sie den Schluck Wein in die Hand und sprechen, wobei Sie ein Kreuz über den Wein zeichnen:

 Wir nehmen und trinken den Wein: Es ist für uns Jesu Blut, + der Neue Bund in seinem Blut, das für uns vergossen wurde.

 Communio: Alle trinken den gesegneten Wein im Gedenken an Jesus und der Gewissheit all seiner Verbundenheit in Liebe zu uns.

 

Danklied:  GL 325, 1 – 3 „Bleibe bei uns, du Wandrer …“

 

Schlussgebet:
Guter Gott, du hast uns durch Jesus, deinen Sohn, von den Wehen des Todes befreit. Wir danken dir und wollen bezeugen, dass unser Herr Jesus lebt und dass in ihm eine neue Welt angebrochen ist. Lass uns Jesus als dem Christus nachfolgen und sei mit uns, wenn wir diesen, seinen Weg beschreiten, und so mit bauen an seinem Reich, heute und alle Tage bis in Ewigkeit – Amen.

 

Vermeldung:
Allen noch einen guten zweiten Feiertag und eine frohe Woche.

 

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Wenn noch nicht am Ostersonntag geschehen:

 

Osterspeisen:
Unsere Gottesdienstgemeinschaft ist nicht alles. Auch zu Hause müssen wir Gemeinschaft pflegen. Die gesegneten Osterspeisen verlangen nach Gemeinschaft in Frieden. Essen wir sie mit Freunden oder in der Familie.

 

Segensgebet:
Jesus Christus, in den Jahren nach deiner Auferstehung fanden sich die Christen in ihren Häusern zusammen, brachen das Brot und aßen miteinander voll Freude und Vertrauen. Auch wir wollen uns zusammen tun und in der Freude deiner Auferstehung miteinander in unseren Häusern essen.

Segne + dieses Brot, das Salz, die Eier und alles, was wir mitgebracht haben. Ganz besonders bitten wir dich um deine Gegenwart. Komm in unsere Mitte, damit wir in deinem Geist und in deiner Liebe miteinander essen und feiern. Nach dieser Zeit lass uns mit dir auferstehen; hole uns zu deinem ewigen Ostermahl – Amen.

 

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 Segen:
Wir wünschen euch, dass ihr nicht auf die Auferstehung wartet, sondern aufsteht zum Leben.

Wir wünschen euch, dass ihr nicht auf die großen Wunder wartet, sondern im Alltäglichen das Wunderbare entdeckt.

Wir wünschen euch, dass ihr mehr vom Leben erwartet, als das, was man euch anpreist.

Wir wünschen euch, dass ihr deswegen große Ansprüche an das Leben stellt, weil ihr die Kleinigkeiten genießen könnt.

Wir wünschen euch, dass ihr nicht am Gestern oder am Morgen hängt, sondern jeden Augenblick als ein Geschenk annehmt.

Wir wünschen euch, dass ihr euch immer noch einen Wunsch aufbewahrt.

 

Dazu segne euch der gute und treue Gott,

der Vater + durch den Sohn im Hl. Geist – Amen.

 

Gehet hin und erfüllt seinen Segen mit Leben,

Halleluja, halleluja . . .

 

Schlusslied:     GL 525, 1 – 3 "Freu dich, du Himmelskönigin, …"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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