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Steh auf und geh!

Am 6. März 2020 wurde auf der ganzen Welt der Weltgebetstag der Frauen gefeiert. In diesem Jahr stand Simbabwe im Mittelpunkt!

Ein Gebet wandert über 24 Stunden lang um den Erdball…und verbindet Frauen in mehr als 120 Ländern miteinander. Alleine in Deutschland beteiligen sich jährlich mehr als 800.000 Menschen!

Über Konfessions- und Ländergrenzen hinweg engagieren sich christliche Frauen beim Weltgebetstag dafür, dass Frauen und Mädchen überall auf der Welt in Frieden, Gerechtigkeit und Würde leben können. So entstand in den letzten 130 Jahren die größte Basisbewegung christlicher Frauen weltweit.

Der Weltgebetstag ist viel mehr als ein Gottesdienst im Jahr! Der Weltgebetstag weitet den Blick für die Welt und macht neugierig auf Leben und Glauben in anderen Ländern und Kulturen.

Frauen unterschiedlicher christlicher Konfessionen lernen sich durch gemeinsames Engagement kennen und schätzen. Bereits in vielen Städten und Dörfern gibt es dank des Weltgebetstages seit vielen Jahrzehnten gute Kontakte zwischen den Kirchengemeinden.

So ist es auch in Partenstein seit vielen Jahren zu erleben – die Konfession spielt keine Rolle – entscheidend ist die gemeinsame Blickrichtung, die Solidarität für Frauen und Mädchen, die in ihrer Heimat unter Armut, Gewalt und Klimawandel leiden.

Auszug aus dem Gebetsheft: Simbabwe bedeutet „Steinhaus“

Das Großreich Simbabwe handelte unter anderem mit Elfenbein, Gold und Hirse. In den 1890er Jahren gelangte es unter britische Führung. Durch einen mehrjährigen Befreiungskrieg kam es am 18. April 1980 zur Unabhängigkeit. Doch der Präsident, Robert Mugabe, auf den große Hoffnungen ruhten, etablierte ein autoritäres, repressives Herrschaftssystem. Seit 2000 befindet sich das Land in einer Wirtschaftskrise. Es begann eine bis heute anhaltende massive Abwanderung. Im Januar 2019 erreichte die Wirtschaft einen neuen Tiefpunkt. Offiziell garantiert Simbabwes Verfassung die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Dennoch dominieren – vor allem auf dem Land – noch immer Polygamie, Zwangsverheiratung und vielfältige Diskriminierungen. Viele zivilgesellschaftliche Organisationen kämpfen für eine Umsetzung der Rechte der Frauen und für eine Verbesserung ihrer Lebensumstände. Sie haben allerdings noch einen langen und steinigen Weg vor sich. Unsere Schwestern in Simbabwe mussten Teile der Texte für den Weltgebetstag der Regierung vorlegen.

Ein wichtiges Zeichen der Solidarität beim Weltgebetstag ist die Kollekte aus den Gottesdiensten. Sie kommt vor allem Frauen- und Mädchenprojekte weltweit zu Gute. 

Der gut besuchte Gottesdienst in der Evangelischen Kirche in Partenstein war sehr lebendig gestaltet. Das Vorbereitungsteam hatte das Land Simbabwe anschaulich und informativ präsentiert. Eine „spontane Band“ bereicherte den Gottesdienst mit den schönen und ausdruckstarken Liedern aus Simbabwe. Die Besucher*innen waren sich darüber einig, dass es wieder ein sehr bereichernder Gottesdienst war.

Anschließend wurde ins Evangelische Gemeindezentrum eingeladen, wo man in froher Gemeinschaft typische Speisen aus Simbabwe, die vom Vorbereitungsteam zubereitet wurden, genießen konnte.

 

Gerlinde Reuter

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