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„Menschlich gesetzte Grenzen spielen keine Rolle“ –

„Eure Liebe soll aufrichtig sein. In der Gemeinde soll einer dem anderen auf Augenhöhe begegnen.“ Diesen Primiz- und Leitspruch aus dem Römerbrief wählte Bernhard Albert, als er am 27. Januar 1990 von Bischof Paul-Werner Scheele zum Priester geweiht wurde. Der Jubilar feierte sein silbernes Priesterjubiläum am Sonntag, den 01. Februar 2015, mit über 200 Gläubigen in der Pfarrkirche St. Bartholomäus in Frammersbach.

Abordnungen und Fahnenträger aus Gemeinde und Kirche mit Ministranten der Pfarreiengemeinschaft „Effata“ (Frammersbach, Partenstein, Habichsthal) zogen gemeinsam mit Pfarrer Albert in die Kirche ein. Die Kindern aus Kindergarten und Kinderkrippe eröffneten mit dem Lied "Wir feiern heut ein Fest " und luden alle Gottesdienstbesucher zu einem bewegten Gottesdienst ein. Als Geschenk brachten die Kinder bunte Blumen mit und sangen "Das Lied über Dich", mit dem der Kindergarten Pfarrer Albert bei seiner Einführung vor 11 Jahren begrüßte. Umrahmt wurde der Gottesdienst mit traditionellen und modernen Liedern der Schola mit Spontan-Combo, dem Spielmannszug Frammersbach und dem Chor „music@us“ .

„In der Gemeinde soll einer dem anderen mit aller Achtung auf Augenhöhe begegnen.“ Ein Vierteljahrhundert nach der Priesterweihe stellte Pfarrer Albert sein Leitmotiv in den Mittelpunkt seiner Predigt. „Auch ich bin nur auf dem Weg zum Lebensideal im Sinne Jesu“, gab er zu bedenken. Nur gemeinsam könne man den Weg gehen, auf dem das Reich Gottes immer wieder aufleuchten werde. Dieses Aufleuchten gäbe es in jeder Hilfe, die Menschen aufatmen lasse. Beispiele sind das Engagement für Flüchtlinge, der Einsatz für Gerechtigkeit und Lebenschancen durch die Kinderhilfe Tansania oder die Ehrenamtlichen, ohne die eine Gemeinde nicht lebensfähig sei. „Nicht jedem Geist trauen, auf das eigene Gewissen hören und loslassen lernen“, ermutigte der Seelsorger. „Menschlich gesetzte Grenzen wie Konfessionen spielen bei Jesus keine Rolle“, bekräftigte er.

Beim anschließenden Stehempfang im Pfarrheim, der musikalisch vom Musikverein Frammersbach gestaltet wurde, gab es Zeit für Begegnungen und Grußworte.

Mit dem Gleichnis von den Fußspuren Gottes und einem Segensspruch gratulierte Otto Diener, Pfarrgemeinderatsvorsitzender in Habichsthal, für die Pfarreiengemeinschaft „Effata“.

Pfarrer Michael Nachtrab würdigte Alberts Verdienste für die Ökumene durch die Verleihung des evangelischen Kleinkreuzes am Stab.

„Sie sind ein Querdenker, mahnen zur Solidarität mit Benachteiligten und gehen gelegentlich mit Ihrer Institution ins Gericht“, sagte Frammersbachs Zweiter Bürgermeister Christian Holzemer. Er würdigte das gute Vertrauensverhältnis zwischen Gemeinde und Priester.

 Für das gute Miteinander von Kirche, politischer Gemeinde und Vereinen dankten Bürgermeister Stephan Amend (Partenstein) und Frammersbachs TuS-Vorsitzender Theo Anderlohr.

Pfarrer Albert dankte herzlich für die vielen Grüße und Glückwünsche. Er freute sich, dass so viele neue und auch alte Weggefährten gekommen waren, um mit ihm dieses Jubiläum zu feiern.

 

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