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Lustig und unterhaltsam war es wieder am Faschingssonntag im Frammersbacher Pfarrheim.

Gleich zu Beginn zeigte sich, wie schnell sich doch ein Eis zu einer Bratwurst verwandeln kann, wenn nur genügend Demenz mit im Spiel ist. Gleich danach forderte Rainer Keßler, der auch in gekonnter Manier durch das Programm führte, zusammen mit Gertraud Wackerbauer die Zuschauer auf, in das „Trinkspruchlied“ kräftig miteinzustimmen und heizte damit die Stimmung im Saal an. Super waren die Ministranten, die zu den flotten Klängen von „Lollipop“ die angehefteten Puppen munter tanzen ließen.
Wie komme ich zu der Geburtstagsfeier im Jugendheim? Ein Ortsunkundiger hat es schon schwer, wenn er allen im Frammersbacher Dialekt gegebenen und daher für ihn unverständlichen Hinweisen folgt und dann von einer Anlaufstelle zur anderen geschickt wird. Letztendlich muss er dann feststellen, dass er sich sogar im falschen Ort befindet, denn der Jubilar feiert sein Fest nicht in Frammersbach, sondern in Partenstein.
Die Seniorentanzgruppe ließen als Hippies die Jugend wieder aufleben und zeigten zu Abbas „Waterloo“ einen gekonnten Tanz.
In einem hochtechnisiertem Haushalt kann es für einen Gast schon zu einem Erlebnis werden, wenn man das stille Örtchen aufsuchen muss. Man kommt aus dem Staunen nicht heraus, versucht sich an den Tücken der Technik und macht sich so seine Gedanken.
Tiefes Mitleid bekam man beim Anblick der schwarzen Witwen, die um ihre dahingeschiedenen Männer trauerten. Aber nur so lange, bis bekannt wurde, dass diese an deren Tod nicht so ganz unschuldig waren und die vier hier schnell klar machten: „Wieder mal sind wir zu haben“
Als Neuling im Pfarreifasching brachte Mika Ludwig als Ober in stoischer Ruhe und mit schlagfertigen Antworten Luisa Filip zur Verzweiflung, die als Gast im Lokal eingekehrt war.
Als letzten Punkt vor der Pause kam der Auftritt von Petrus und Paulus, die sich über das Geschehen im Dorf, den Nachbarorten, in Kirche und Welt unterhielten und auch von manchem Traum erzählten.
„Freunde sind besser als eine Tafel Schokolade“. Mit diesem Lied erfreuten Gertraud und Nochebor und gaben damit einen Vorgeschmack zum Konzert im kommenden Oktober.
Wie schnell die Begeisterung verfliegt, dass man nicht mehr jeden Tag in die Firma muss, machte Adi Beck als Vorruheständler deutlich. Nachdem alles, was an Arbeit ums Haus angestanden war, erledigt ist und man solange Vogelhäuschen gebaut hat, bis sogar die Vögel darum bitten, endlich damit aufzuhören, weil sie mehr als satt sind und sich schon vor ihren Artgenossen schämen – was tut man dann? Um der Langeweile zu entgehen hilft es nur sich zu verkleiden und bei der alten Firma als Gastarbeiter anzuheuern.
Ein dringendes Bedürfnis, schnell eine Toilette gefunden - und nach der Erleichterung fehlt das Klopapier. Was tun in der Not? Da geht man sogar auf die Wucherpreise vom Nachbarn ein, der sich als Angestellter erweist und damit eine florierende Geschäftsidee entwickelt hat.
Dann wurde es wieder flott. Die Bartholomäuse hatten ihr Betschwestern-Image ganz schnell abgelegt und erfreuten das Publikum mit einem tollen Tanz zu den Melodien von Sister Act.
Musikalisch ging es gleich weiter. Es kann in Frammersbach schon peinlich werden, wenn man nur zwei Häuser hat und die vielleicht auch noch geerbt hat. Deshalb beschloss Rainer Keßler in seinem Häusersong, dass jetzt unbedingt was Selbstgeschaffenes her muss.
„Nein , tue es nicht, nein, nein…..“ Dieses Flehen von Hubert Wagner vor dem Fernseher lies eine Sportveranstaltung erahnen. Aber weit gefehlt. In der Flimmerkiste lief das vor vielen Jahren gedrehte Hochzeitsvideo.
Mit diesem Sketch ging der Abend leider schon zu Ende. Es war ein heiteres und gelungenes Programm und ich spreche sicher allen aus der Seele, wenn ich behaupte, dass wir uns schon heute auf den Pfarreifasching 2019 freuen. 

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