logo PG effata
Besinnungswochenende 2019 – Das war das Thema des Besinnungswochenendes, das die Pfarrgemeinderäte und Gottesdienstbeauftragten der Pfarreiengemeinschaft Effata vom 15. - 17. März 2019 im Haus Klara in Oberzell miteinander verbrachten.

Das Perlenband zog sich thematisch mit Erzählcafe, Meditationen, Gruppenaufgaben,
Einzelaufgaben und vielem mehr durch das ganze Wochenende.

Erfunden wurde das Perlenband von Bischof Martin Lönnebo aus Schweden.
Achtzehn Perlen, von denen jede eine besondere Bedeutung hat. Jede Perle steht für ein Gebet,
eine Frage unseres Lebens und ist dabei ein Symbol für das Reich Gottes.
Zu einem Armband zusammengefügt machen die Perlen den Glauben begreifbar. 
Zusammengefasst im Perlenkranzgebet, oder auch jede Perle für sich,
lassen sie sich gut mit unserem Leben verbinden. Sie helfen uns,
den eigenen spirituellen Weg zu finden, christliche Traditionen zu verstehen und neu zu entdecken.
Von Freitag bis Sonntag wurde jede einzelne dieser Perlen intensiv erarbeitet.

Die einzelnen Perlen, ihre Symbolik und die Verbindung zum Perlenkranzgebet im Überblick:

Die große goldene Gottesperle                                    
symbolisiert den Anfang und das Ende.
Leuchtend wie ein goldenes Licht ist sie wertvoll wie ein goldener Schatz.
Perlenkranzgebet: "Gott, du gehst mit mir"

Sechs sandfarbene, längliche und schmale Perlen der Stille
erinnern uns an das Loslassen. Im bewussten Schweigen können wir aufatmen.
"Ich darf sein"

Die kleine, perlmuttfarbene Ich – Perle                        
zeigt uns im widerspiegelnden Glanz unsere Kostbarkeit.
Perlenkranzgebet: "Ich bin geliebt, so wie ich bin"

Die weiße Tauf – Perle                                               
symbolisch für das Licht der Taufkerze und für die Reinheit des Taufkleides,
erleuchtet sie unser Leben als ein geliebtes Kind Gottes.
Perlenkranzgebet: "Wir gehören zusammen"

Die sandfarbene  Wüsten – Perle                                
ermuntert uns zu einem gelegentliches Aussteigen aus dem Trott des Alltags,
um Lebensphasen in bewusster Einsamkeit neu zu überdenken und
dadurch innere Reifung zu erlangen.
Perlenkranzgebet: "Manchmal ist mein Leben wüst"

Die blaue Perle der Gelassenheit                            
steht für den Himmel, das Meer  und unendliche Weite
und erfüllt mit dem Vertrauen auf Gott unser Leben mit Leichtigkeit.
Perlenkranzgebet: "Du gibst mir Kraft"

Zwei rote Perlen der Liebe                                         
verbunden im "Du" und im "Ich" entfachen sich Feuer und Geist,
aber auch Leidenschaft und Leiden.
Perlenkranzgebet: "Du liebst mich und ich liebe dich. Ich liebe die Menschen und will Frieden für alle"

Drei kleine, perlmuttfarbene Geheimnis – Perlen        
stehen für die Gotteszahl drei.  Sie sind Symbol für das Unbekannte und Verborgene,
aber auch für das Mitfühlende im Menschen.
"Ich weiß nicht, wie du bist. Ich weiß nicht, was du machst. Ich weiß nicht, warum es so ist."

Die schwarze Perle der Nacht                        
charakterisiert Dunkelheit und Schatten, Verzweiflung und Angst, bis hin zu Sterben und Tod,
gibt aber auch einen Ausblick auf einen neuen Morgen.
Perlenkranzgebet: "Du schenkst uns Ruhe und Neubeginn"

Die weiße Perle der Auferstehung                          
schenkt uns neue Hoffnung und hilft uns dabei, aufzustehen  und unser Leben neu anzupacken.
Perlenkranzgebet: "Halleluja, du gehst mit"

Die goldene Gottesperle                                             
wieder beim Anfang angekommen schließt sie den Kreis und spendet uns Schutz und Kraft in Gottes Segen.
Perlenkranzgebet: "Dein Reich komme zu mir. Amen."

Am Sonntag war in einem abschließenden Rückblick auf das Wochenende die einhellige Meinung: 
Wir haben tolle neue Impulse bekommen, viele neue Sichtweisen erarbeitet und dadurch Kraft geschöpft für uns persönlich, aber auch für unsere vielfältige Arbeit in den Pfarreien. Es waren sehr gelungene Tage, die uns emotional angerührt haben und unsere Gemeinschaft weiter hat wachsen lassen. Das Thema war sehr ansprechend und stimmig und unser Referent hat uns damit sehr gut durch dieses Besinnungswochenende geführt. Dafür von allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen ein herzliches Danke!
Ein besonderes Highlight war der schöne Gottesdienst am Samstag, den wir vorher gemeinsam vorbereitet hatten.
Emotional war auch unsere Fahrt am Samstag Abend hoch auf die Festung Marienberg.
Da der 16. März der Gedenktag der Bombardierung Würzburgs ist lauschten wir bei einem guten Blick über Würzburg von 21:20 Uhr bis 21:40 Uhr dem gemeinsamen Glockengeläut aller damals im Jahre 1945 betroffenen Kirchen.




­