logo PG effata

„Wenn uns der andere etwas angeht“ – „Wenn uns der andere etwas angeht“ So lautete das Thema der Nacht der Lichter, unserem Taizé-Gottesdienst am 16. November 2018 in der Partensteiner Kirche . Es sind auf vielfache Weise Begegnungen mit Menschen, die uns berühren, bereichern und das Leben lebenswert machen.

Füreinander da sein in der eigenen Familie fordert uns oft so sehr, dass uns für andere keine Zeit und Kraft mehr bleibt, obwohl sie es nötig hätten. Unser Beruf nimmt uns oft so gefangen, dass wir unsere Mitmenschen und ihre Bedürfnisse übersehen. 

Jesus erzählte einem Gesetzeslehrer die Geschichte vom barmherzigen Samariter, also von einem Mann, der einem in Not geratenen Mitmenschen hilft, ohne zu fragen, wer der andere ist. In der Bibelstelle vom barmherzigen Samariter geht es darum zu erkennen, dass Jesus die Worte an jeden einzelnen von uns richtet, denn es gibt auch in unserer Zeit viele Menschen, die einen Menschen als Nächsten brauchen. Sie sind niedergeschlagen, haben Stress am Arbeitsplatz, sind arbeitslos, sind krank, leiden unter dem Tod eines lieben Menschen oder haben andere Sorgen.

Nehmen wir diese Menschen wahr und wenden wir uns ihnen zu, wenn sie unsere Hilfe benötigen?
Nehmen wir Anteil, statt teilnahmslos vorüber zu gehen;
sehen wir, statt zu übersehen;
hören wir, statt zu überhören;
gehen wir auf den anderen ein, statt ihn zu übergehen? 

Frieden gibt es nur, wenn uns das Leid des anderen nicht gleichgültig lässt.
Es liegt an uns, ob die Geschichte vom barmherzigen Samariter Geschichte bleibt, oder hier und heute durch uns Wirklichkeit werden kann. 

Das Singen der Taizé-Lieder in der verdunkelten Kirche und das Entzünden der Kerzen trugen zu einer besonderen Atmosphäre bei, die Stille und Einkehr möglich machten.

­