logo PG effata

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ehrenamt!

Es war einmal ein kleiner Stern, der hatte keine Lust mehr zu leuchten. Er dachte: "Die anderen Sterne sind alle etwas Besonderes. Sie erzählen oft, was sie schon alles gesehen und erlebt haben. Und dann glitzern und funkeln sie. Nur ich, ich bin ganz und gar gewöhnlich. Ich bin gar nichts Besonderes."
Die anderen Sterne versuchten, ihn zu trösten und sagten: "Du musst eben auch einmal sehen, wenn etwas Besonderes passiert. Mach dich auf den Weg und halte Aussschau!"
Und der kleine Stern machte sich auf den Weg. Aber eigentlich dachte er sich: "Was soll denn auf der Erde schon Besonderes passieren?" Und er kam an einem Haus vorbei. Er schaute durch das Fenster und sah, wie eine Mutter mit ihrer Tochter und ihrem Sohn Plätzchen backte. Sie stachen miteinander die Plätzchen aus, sie naschten manchmal ein bisschen Teig, sie lachten und man sah richtig, wie sie sich miteinander freuten.
"Oh, das ist schön", dachte sich der kleine Stern "hier leuchte ich ein bisschen."
Als die Plätzchen im Ofen waren, zog der kleine Stern weiter.

Er sah eine Gruppe von Kindern, die auf dem Weg nach Hause waren. Die kleinen kamen von einem Laternenumzug und die großen begleiteten sie nun, damit sie keine Angst haben mussten. Gemeinsam sangen sie noch: "Ich geh mit meiner Laterne..."
"Oh, das ist schön, hier bleibe ich und leuchte noch ein bisschen", dachte sich der kleine Stern.

Dann zog der kleine Stern wieder weiter. Er sah Licht in einem Fenster und schaute neugierig hinein. Im Zimmer saß ein Großvater mit seinem Enkel. Der Großvater erzählte, wie man früher Weihnachten gefeiert hat, und das Enkelkind kuschelte sich an ihn und hörte zu.
"Ja, das ist auch etwas Schönes, auch hier leuchte ich en wenig", dachte sich der kleine Stern.

Und dann verstand er plötzlich: Man ist nicht etwas Besonderes, weil man einmalige Dinge erlebt. Viel wichtiger ist es, die besonderen und schönen Dinge im Alltag zu entdecken.
Und so kehrte er glücklich zu den anderen Sternen zurück und strahlte von nun an jeden Abend am Himmel mit all seiner Kraft.

Für uns Hauptamtliche in der Seelsorge ist es immer wieder ermutigend, wenn wir sehen, wie viele Menschen sich in unserer Pfarreiengemeinschaft Effata als ehrenamtliche Mitarbeiter/innen ins Gemeindeleben einbringen und damit "Ihren" Stern leuchten lassen. Jede und jeder mit seinen Gaben und Talenten, so unterschiedlich das Eingebrachte auch sein mag. Jede kleine Handlung, die wir wahrnehmen, ist für uns wie ein funkelnder Stern am Himmel. Hier wird Christus für uns sichtbar!
Herzlichen Dank für all Ihr Engagement im vergangene Jahr!

Übrigens:

Wenn du deinen Stern suchst,
dann schau nicht nach unten,
sondern löse den Blick von dem Punkt,
auf dem du stehst.

Schau nicht nach vorn,
löse deinen Blick von den Plänen und Strategien,
die du für dein Leben vorsiehst.

Schau nicht nach hinten,
löse den Blick von dem,
was mal war und was du nicht ändern kannst.

Schau nicht nach rechts und links,
löse deinen Blick von Pech und Unglück,
das dich vielleicht treffen könnte.

Wenn du deinen Stern suchst,
dann schau nach oben,
Richte deinen Blick auf zum Himmel.
Dort wirst du Sterne finden - mehr als genug.

Doch Vorsicht!
Wenn du deinen Blick wieder senkst,
dann bist du vielleicht, ohne es zu merken,
ein bisschen gedreht,
und schon führt dein Weg in eine andere Richtung.
Das kann passieren, wenn du den Himmel entdeckt hast.

Nun wünschen wir Ihnen und uns allen, dass das Kind in der Krippe uns "dreht" und wir mutig neue Wege in der Seelsorge gehen. Ihnen allen ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Neue Jahr 2016!

Bernhard Albert, Pfarrer                      Petra Bigge, Gemeindereferentin

Gisbert Bachmeyer, Diakon              Franziska Büdel, Religionslehrerin



­